Hier sind unsere letzten Neuzugänge

Zwei nicht mehr vermittelbare Hunde, welchen wir mit all unserer Liebe und Kraft noch einen schönen Lebensabend bereiten wollen. Für diese beiden Hunde ist jetzt die einzige gute Lebenszeit, die sie erleben dürfen!

 

  

Rosalie verbrachte unfassbare 15 Jahre, also ihr ganzes bisheriges trauriges Leben in einem Canile auf Sardinien. Die Umstände dort sind nicht vergleichbar mit einem Österreichischen Tierheim. Überfüllt, oft kein Futter, keine medizinische Versorgung, keine Streicheleinheiten. Dazu im Sommer unsagbare Hitze und im Winter kaltes, extrem feuchtes Klima, an welchem besonders die alten Hunde leiden.

Rosalie war die ersten Tage sehr scheu und nahm kaum Futter auf. Bei der tierärztlichen Untersuchung stellten sich Herzprobleme und, wahrscheinlich dem winterlichen feuchten Klima geschuldete Probleme mit der Wirbelsäule heraus. Die Zähne waren in katastrophalen Zustand. Da wir vorerst die Narkose zur Zahnsanierung wegen ihres Alters vermeiden wollten, erhielt sie wegen ihrer kaputten Zähne und dem entzündeten Zahnfleisch eine antibiotische Behandlung. Weiters erhält sie  nun zum ersten Mal in ihrem Leben richtige Medikamente, die sie aufgrund des Herzultraschall- und Lungenröntgenbefundes benötigt. Leider hat Rosi aber so starke Zahnschmerzen, dass sie gar nicht mehr essen wollte. So wagten wir die Narkose doch – und es hat geklappt. Rosalie hat zwar nun kaum noch Zähne, aber nun kann sich die Entzündung in ihrem Mund rückbilden und sie kann endlich schmerzfrei Nahrung aufnehmen. Die Narkose nützten wir gleich aus und haben ihren Rücken infiltriert.

Jetzt geht es Rosalie so gut, wie sicher schon lange nicht – sie freut sich über ihr Futter und lässt sich schon streicheln. Sie liebt ihr gemütliches Körbchen und braucht weder unter Hitze noch Kälte leiden. Wir wissen nicht, wie lange Rosalie noch Zeit hat, aber die Zeit, die bleibt, werden wir alles für sie geben!

 

 

 

Leroy stammt auch aus Italien. Er lebte dort sein ganzes Leben (12 Jahre) isoliert in einem Zwinger. Er zeigte  sehr starke Verhaltensauffälligkeiten, gesundheitlich schwerst angeschlagen. Das auffälligste an ihm ist die permanente Kopfschiefhaltung und dass er kaum Fell hat. Wir machten mit ihm in angemessener Zeit alles an Untersuchungen, um die richtige Behandlung für ihn zu finden. Nach Behandlung einer chronischen eitrigen Ohrenentzündung besserte sich seine Kopfschiefhaltung nicht, sodass wir uns letztlich für ein MRT entschieden, um eine Tumorkrankheit und damit verbundene große Schmerzen ausschließen wollten. Gottseidank hat er aber keinen Tumor im Kopf und die Schiefhaltung wird wohl ein Ergebnis der jahrelang unbehandelten Ohrenentzündung sein. Leroy hat Hodenkrebs, der ihm aber momentan keine Probleme bereitet. Die Zähne mussten natürlich saniert werden und sein Herzchen und die Lunge werden nach gründlicher Diagnose medikamentös behandelt. Seit Leroy richtiges Hundefutter bekommt, sprießt auch sein Fell ein bisschen, obwohl dies von den Tierärzten als unwahrscheinlich prognostiziert wurde, da seine Dermatitis nie behandelt und damit seine Haarwurzeln zerstört wurden.

Leroy ist sehr sehr scheu – anfassen mag er gar nicht. Aber er beobachtet seine „Mama“, unsere Obfrau Brigitte Haas, immer und führt mit ihr die schönste Fernbeziehung der Welt. Sein Essen mag er sehr sehr gerne und er ist ein bisschen verliebt in die auch bei uns lebende Hündin Fibi. Leroy genießt seinen Lebensabend, ist neugierig, liegt gern in der Sonne und mag sein Leben, so wie es jetzt ist.

 

 

Wir können nur einzelnen Hunden so eine Wendung im Leben bereiten, weil unsere Kapazitäten begrenzt sind, aber wir tun unser Möglichstes, gerade den Chancenlosesten ein Leben in Würde, mit richtiger medizinischer Betreuung, ordentlichem Futter und viel Liebe zu bieten. Bei den vielen traurigen Tierschicksalen mag es ist vielleicht nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, aber jeder einzelne Hund, den wir aus solchem Elend herausholten, ist so dankbar für jede qualitätsvolle Lebenszeit. Auch wenn es oft traurig, aufreibend, Kräfte zehrend ist, wir werden immer weiter kämpfen! Unser Motto bleibt, wir können nicht alle retten, aber auch wenn es nur einer ist: wir versuchen es!

 

 

Wer uns dabei unterstützen möchte:    

Tierschutz  Grenzenlos Wien    

BIC: OPSKATWW    

   IBAN: AT80 6000 0102 1018 8350    

 

 

   Impressum